Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

7 - Bienen sind bestellt und dann?

Veröffentlicht am 21.01.2018

Was mich nicht loslässt ist die Frage: Wie ziehen meine neuen Bienen in meine Beute ein?

Wenn sie ankommen, was muss ich tun und wie bringe ich sie dann von Karlsruhe in die Fränkische Schweiz?

Das waren Fragen die mich fast jeden Abend vor dem Einschlafen beschäftigten.

Eine naturnahe Beute, aber ein Kunstvolk das dort einziehen soll und in kürzester Zeit Waben bauen soll, damit die Königin stiften (Eierlegen) kann. Auch für Pollen und Nektar muss Platz sein. Bienen werden nicht alt, Sommerbienen nur etwa 35 Tage, das muss also alles in den ersten 3-4 Wochen passieren bevor alle Bienen (bis auf die Königin) versterben.

Ich war ja froh, dass ich im Dezember schon die Bienen bestellt hatte, Mitte Januar waren die ausverkauft und erst im Juni waren noch Schwärme verfügbar.

Jetzt muss ich aber bis April eine Transportbeute finden für meinen Bienentransport, ich kann ja die Bienen nicht in der Fränkischen Schweiz in Empfang nehmen und sie müssen sich schnell einleben können ohne gestört zu werden. Beides scheint gleichzeit nicht möglich.

Die Mini-Plus-Beute eine Ablegerbeute könnte die Lösung sein. Die Mini-Plus-Beute aus Holz hat die Aussenmaße 280x280x150mm. Damit passt sie in meine Warré- und in meine Japanbeute. Diesmal baue ich nicht selber, sondern kaufe 3 Mini-Plus-Zargen mit Rähmchen (nun doch, aber nur zum Einleben), eine dazugehörige Bodenplatte mit Flugloch und einen Blechdeckel beim Imkereibedarf. Die Mini-Plus-Beute wird professionel zur Königinenzucht und als Ablegerkästen benutzt, daher gibt es alles fertig zu kaufen.

Ich könnte also meine Bienen bei der Anlieferung in die Mini-Plus-Beute einschlagen. Dort könnten sie die ersten Tage auf den Mittelwänden schon anfangen zu bauen und die Königin findet dadurch sehr schnell Waben zum Stiften, Pollen und Nektar können eingetragen werden. Nach ein paar Tagen könnte ich über Nacht die verschlossene Ablegerbeute in die Fränkische Schweiz bringen und dort die Mini-Plus-Zargen nur noch in die vorbereitete Warrébeute in die oberste Zarge einhängen. Ohne das Volk zu stören, könnten so die Bienen die Warrébeute besiedeln. Später, wenn die Zarge im Herbst wieder entfernt wird, kann ich die gereinigte Miniplusbeute für Schwärme nutzen.

Jetzt ging es nur noch um die Mittelwände. Hier kommt nun Varroa ins Spiel. Die Varroa-Milbe ist ein Parasit, der den europäischen Bienen sehr zusetzt. Die Wabengröße von 5,3mm scheint hier eine Rolle zu spielen. Inzwischen gibt es aber Mittelwände, die nur 4,9mm haben und damit kleinere Bienen erzeugt, die nur einen kürzere Verdeckelungszeit haben (9 statt 12 Tage). Sollte Varroa vorhanden sein und sich in der Brut befinden kann sich die Varroa nicht so stark vermehren. Ich hatte ja anfangs mich nicht mit Rähmchen und Mittelwänden beschäftgen wollen, aber nun musste ich. Da ich ja meinen Bienen den Wabenbau komplett überlassen will, bauen sie wie sie wollen bzw können. Es ist daher durchaus sinnvoll die ersten Generationen mit vorgeggeben 4,9mm Wabengrößen kleiner Bienen zu bekommen, die dann im Wabenbau ohne Mittelwände auch weiterhin kleinere Waben erzeugen. Soo hoffe ich, sollte das funktionieren. Ob die Bienen dann das auch machen wird sich zeigen.

Zumindest konnte ich jetzt wieder etwas ruhiger schlafen.

7 - Bienen sind bestellt und dann?
Durch * gekennzeichnete Felder sind erforderlich.

Hobbybienen

Ein Bienenblog über die Suche nach einer  natürlichen Bienenhaltung.

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?